Natur 02

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01. die Erntezeit . . .
02. . . heute Früh . . .
03. Augen . . .
04. farbenreich . . .
05. Gedanken . . .
06. Winter ist's . . .

07. das Frühjahr . . .
08. Überleben . . .
09. ein Klangspiel . . .
10. Super, hier . . .
11. Bei einer Waldlichtung . . .
12. Pilze sind - die Blumen . . .
13. Delfine . . .

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1.

 Die Erntezeit . . .

 . . ist angebrochen,
bei manchen geht das schon seit Wochen,
ja nach Art, manches früher oder später,
und abhängig, wie immer –  vom guten Wetter . . .

 Zuerst sind Erdbeeren und Pfirsiche dran,
Marillen, Weichsel und Pflaumen folgen dann,
Gerste, Weizen und Hafer sind an der Reih,
und mit Sonnenblumen und Mais ist’s noch lang nicht vorbei . . .

 Früchte werden sorgfältig gebrockt und sortiert,
damit sich nichts an Qualität verliert,
bei manchen ist die Haltbarkeit nur kurz,
aber bei guter Ernte - kommt’s meist zum Kurssturz . . .

 Auch bereits gefallene Äpfel haben noch ihren Wert,
schmeckt ganz gut und ist sicher nicht verkehrt,
der Preis dafür ist wohl nur mehr zum Trost,
es wird daraus - der süß gepresste Most . . .

 Waldbeeren und Pilze sind eine Delikatesse,
auch die Bienenzüchter haben ihr Interesse,
so ziemlich als letzter holt man die Trauben ein,
daraus entstehn dieser - genüssliche Wein . . .

*
Der „Schöpfer“, wer es auch sei, hat alles organisiert,
von der Natur wird’s überwacht, damit nichts passiert,
all diese „Gaben“ sind für Tier und Menschheit gesund !
Also gibt es für „Erntedank“ - - jede Menge guten Grund!




02.

Heute Früh war Wolke 7 gelandet,
nein - nicht etwa gestrandet,
sie lag auf der Wiese - flauschig weich,
sie war einem Federnhaufen gleich . . .

 

. . die Sonne bestrahlte sie - es blendete,
sie war auch schuld - das dieses Bild wieder endete,

aber für diese kurze Zeit - es war wunderschön,
und 5 Köpfe von Rehen waren zusehn . . .

 

. . es war - als hätte sie mich eingeladen,
als würde sie mich zu Wolke 8 tragen,
ich wollt's grad versuchen - da war sie weg,
ich hab wohl - zulange überlegt . . .

03.

Augen . . .
. . Nase, Mund, 
er ist Kugelrund . . 
freundlich schaut er drein, 
er ist nicht allein . . .  
rundum seine Sternenschar, 
schlecht zu sehn, aber sie sind da . .

 

. . er könnte viel erzählen, 
er kennt unser aller Seelen, 
er weiß, wer ist gut oder schlecht, 
er weiß, wer ist gerecht . .
04.
Farbenreich ist der Wald, 
aber die Blätter fallen bald . . 
ein knistern und knagsen,der Boden ist bedeckt,
ein Spaziergang, der Gedanken weckt . . .

05.

 Heut kann er am Stand schweben,
auch anderen wurde dieses gegeben,
durch den Wind können sie am Himmel stehn,
und am schönsten ist das beim Adler zu sehn...

 *

Der Wind der Wind, . .
ein wahrhaft Himmlisches Kind!
solange die Spielerei mit Blättern nur vorsichtig vergeht,
wird es als "lieblich" hingestellt . .

 *

Ein ölfleck schimmert wie ein Regenbogen,
die Tropfen fallen sacht zu Boden,

der Himmel weint leis, . .
ein Ewiger Kreis . .

 *

ca.5m, von ganz oben,
schwebte eben ein Blatt zu Boden,
gute 20Sec.im freien Fall, bis es sanft aufsetzt!
ganz sachte, es blieb unverletzt . . .

 

Blätter werden getragen vom Wind,
Bäume schwanken, so wie ein Kind, . .

 *

Wie Perlen und Diamanten haben die Früchte ihr aussehn,
wo sie kurz vor der Ernte stehn . .
Dampf steigt auf,
die Sonne brennt drauf,

Perlen liegen auf dem Grün,
kühler Wind ist zu fühln,
Hasen hopsen umher,
und . . . es werden immer mehr . .

 *

Die Einen sind verschwunden,
andere haben sich eingefunden,
die schön Schwarzen sind jetzt Chef auf dem Feld,
Raben aus dem Norden haben sich zu uns gesellt

 *

Nur Flocken überziehn das Himmelszelt,
nicht eine kleine, die herunter fällt,
zerbröselte Wolken, dahinter Sterne und unser Mond,
ein Blick, . . . der sich lohnt . . .

06.

 Winter ist’s . . .

. . ein Blick in den Wald,
Neuschnee - es ist kalt,

alles weiss, auch die Äste,
von Mutter Natur, eine Geste! 

Wie gezeichnet sieht alles aus,
der Boden bedeckt, nichts schaut raus,
außer Bäumchen, die schon größer sind,
es bewegt sich nichts, kein Wind,

die Last ruht auf den Zweigen,
wie ein Gemälde - zum HERzeigen,
auch schon geknickte sind dabei,
einfach alles - eine Zauberei!

Stille, als gebe es hier kein Leben,
nur knagsen, als würde es sonst nichts geben,
ab und zu fällt ein Kristallehaufen,
Wunderschön, gerade hier zu verschnaufen!

Leicht kann ich hier zu träumen beginnen,
gern würden meine Augen dieses Bild verschlingen,
ein Paradies für meine Gedankenwelt,
nur schade, das es nicht lange so hält!

*
Tiere sind heut aber keine zusehn,
kein Vogel gezwitscher, als blieb die Zeit stehn,
vielleicht leiden sie heute unter Nahrungsnot,
aber ich bin mir sicher, - - - NICHTS - ist hier tot . . .

07.

Das Frühjahr . . .

 . . hat begonnen,
hab’s aus den Medien entnommen,
laut Datum, ist alles klar,
es kommt - jedes Jahr!

*

Aber schon länger - am Morgen ein Klang,
wunderschöner Vogelgesang,
sie zwitschern und pfeifen Lieder,
das hör ich mir gern an - immer wieder! 

Es ergreift das Herz, es weckt Gefühl,
vielleicht - ist das IHR Ziel,
sie wissen doch - wir haben sie gern,
und wollen - das wir sie täglich hörn!? 

Die Welt ist noch in Ordnung, schließ ich daraus,
lange waren sie fort, jetzt sind sie wieder Zuhause,
wir bauen ihnen Nester, sie sollen sich vermehren,
ihr Dasein macht glücklich - - -
                                      
WIR - halten sie in Ehren!

08.

 Überleben !

Ein Baum auf einer Wiese - ganz allein,
das sollte eigentlich nichts besonderes sein,
das gibt’s öfter, ist immer wieder zu sehn,
Blumen rundherum - und STARK - wie sie da stehn . . .

. . nur DIESER Baum - ist aber zum HERzeigen !
er hat duftende Blüten auf seinen Zweigen,
farbenprächtig - und das schon sicher seit 70 Jahr,
nach Aussage des Besitzers, ist er schon solang da . . . 

. . er steht - beinah OHNE Stamm,
nur mehr auf einem dünnen Bein - aber stramm !
ausgehöhlt - als wäre er schwerst krank,
aber er steht - NOCH - Gott sei Dank . . . 

. . andere Lebewesen haben ihn beinah aufgefressen,
er war für sie bis jetzt - Nest und Nahrung gewesen,
ungespritzt - sie werden es auch weiters tun,
es wurde so gegeben - sie werden nicht ruhn . . . 

ABER - seine Blüten bringen Früchte, die uns schmecken,
sein Fuß sieht bereits aus, als sei es ein Stecken,
vielleicht nennt man das auch "Krebs" - es tickt seine Uhr,
aber NOCH lebt er - es ist ein Spiel - unserer Natur . . .

09.

Ein Klangspiel . . .

 . . hängt an einem der Äste,
zwitschernde Vögel als Gäste,
ein Häuschen für den Winter, das Dach aus Glas,
Schneeglöckchen leuchten, trocken das Gras . . . 

. . die ersten Bienen summen schon,
wärmende Strahlen von der Sonn,
eine Katze liegt ausgebreitet, Augen geschlossen,
meine Gedanken haben ein Foto geschossen . . . 

. . einige Wolken, bewegt vom Wind,
lachende Kinder, die in der Nähe sind,
weiße Streifen verzieren das Himmelszelt,
stressige Menschen fliegen um die Welt . . . 

. . unter mir die Wiese, ein weiches Bett,
innere Ruhe, ein Traum entsteht,
Lärm läßt nach, er verschwindet beinah,
nur das Geläute der Stäbchen - - ist noch da . . .

10.

Super, . . .

 . . hier riecht's so angenehm, so verschwitzt,
gut, das ich heut meinen Stachel gespitzt,
hergefunden hab ich wegen dem grellen Licht,
aber bevor´s nicht dunkel, rühr ich mich nicht . . .

 Es ist finster, ich mach meinen Versuch,
jeder hier hat einen schmackhaften Geruch,
werd gleich mal zur Landung ansetzen,
vorsichtig, um nicht das Gewebe zu verletzen . . .

 Die Haut ist zart, das hab ich gleich,
dieser Körper ist an Nahrung reich,
mein Stachel geht ohne Probleme hinein,
hmmm . . . - dieses Blut schmeckt fein . . .

 Autsch – das war jetzt aber knapp,
he ! – noch bin ich aber nicht satt !
Werd mal den anderen Körper probiern,
hoffentlich wird der mich nicht spürn . . .

 Diese Haut ist stärker, wie’s scheint,
„Eine Gelse“ – oje – jetzt bin ich gemeint !
Autsch – ein weiterer Schlag hat mich gestreift,
ich muss noch warten – bis die Zeit reift . . .

 

11.

 Bei einer Waldlichtung steht ein Jägerhochstand,
in Fachsprache wird er auch „Hochsitz“ genannt!
Der Sinn solcher ist, Wildtiere zu beobachten,
und in der Schusszeit diese – „abzuschlachten“!

 Die neueren sind schon relativ stabil gebaut,
es wird auf Wohlstand und Sicherheit g’schaut!
In drei Metern Höhe, mit Dach und verschlossen,
wird aus kleinen Luken – heraus geschossen!

 Den Jägern macht das Freude, und wenn sie Zeit,
stellen sie für unseren Guster das Wildbret bereit!
Sie versorgen den Bestand mit Futter im Winter,
und sie achten auf Elterntiere – und deren Kinder . . .

 Aber auch andere Leute achten auf solche Stände,
Naturbewusste zieht es hierher, in dieses Gelände!
Und dann geht’s rund – energievoll und munter?
Der Stand wackelt – zwei Fahrräder stehn darunter . . . 

12.

  Pilze sind die Blumen im Wald,
wunderschön und farbenreich !

Ab Mai schon, bis es ihnen zu kalt,
ein jeder anders – aber doch gleich . . . 

Früchte, die sich laufend vermehren,
die Kappe könnte ihre Blüte sein.
Es gibt genügend Tiere die sie verzehren,
nicht nur – der Mensch allein . . . 

Sie brauchen, damit etwas werde,
Baumwurzeln und Moos.
Auch gefallenes Laub auf der Erde,
ihre Vielfalt – ist groß . . . 

Sie brauchen Sonne und Regen,
genauso wichtig wie die Nacht.
Niemand braucht sie zu pflegen,
die Natur – hat sie gebracht . . .

 Es gibt kein Gesetz wo sie gedeihen,
es sind keine Plätze fixiert.
Überall könnten sie sich reihen,
wo sich – ihr Wurzelwerk verliert . . . 

Sie wachsen zur nächtlichen Stunde,
und oder, unter dichtem Laub.
Aber es ist noch immer offene Kunde,
wie rasch sich – einer aufbaut . . . 

Noch nie wurde einer wachsen gesehen,
der Forschung blieb dieser Spalt.
Unsere Pilze sind einfach wunderschön,
sie sind – die Blumen im Wald. . . !



13.

Wer glauben möchte,
Delfine sind Fische,
soll sich irren!
Falls das noch nicht ein jeder wisse,
wir gehören – zu den Säugetieren . . .


Wer glaubt, wir legen Eier in den Sand,
hat eine Wette verloren!
Ein Jahr dauert dieser, unser Umstand,
der Nachwuchs – wird geboren . . .


Wer glaubt, es fehle an Mutterliebe,
liegt weit daneben!
Unsere Kleinen sollen ab der Wiege,
viele Gezeiten – mit uns leben . . .


Wer glaubt, wir wären Einzelgänger,
macht auch keinen Gewinn!
Manche kennen sich schon länger,
wir haben – Familiensinn . . .


Wer glaubt, wir wären Vegetarier,
hat sich schon wieder geirrt!

Wir sind Mitbewohner im weiten Meer,
und – als Räuber klassifiziert . . .


Wer glaubt, dass wir sprachlos seien,
lebt in einer anderen Welt!
Wir verstehen uns in unseren Reihen,
vom Menschenskind – wird erzählt . . .





Verfasst, in Liebe mit Herz . . .

. . und dann . . .

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Inhaltsverzeichnis Band 1 . . .

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